5. Herren: Bruchlandung im Derby

Ein Blick in die langen Gesichter der Anderter, verriet auch ohne Blick auf die Anzeigetafel, wie das Derby gegen die SG Misburg II verlaufen war. Die 18:27 Klatsche nach einem horrenden Chancenwucher, war ein echter Tiefschlag für die Gastgeber, auch wenn das Endergebnis vielleicht etwas zu hoch ausfiel. Während die Anfangsphase noch auf Augenhöhe stattfand, verlor die Fünfte nach dem 8:9 erstmals den Anschluss. Beide Teams agierten mit offenem Visier und kamen besonders zu Beginn der Partie zu schnellen Torerfolgen. Diverse ausgelassene freie Wurfchancen nach Durchbrüchen aus dem Rückraum, ließen den Misburgern dann allerdings Luft sich noch vor der Pause auf sechs Tore abzusetzen (10:16). Besonders der Spielmacher der Gäste wusste in der ersten Hälfte zu überzeugen, über das gesamte Spiel fand die Anderter Defensive kein Mittel ihn zu bremsen. Zwei schnelle Treffer zum 12:16 Halbzeitstand, ließ bei den Hausherren allerdings noch neue Hoffnung aufkeimen. Die zweite Hälfte gestaltete sich in der Folge sehr ausgeglichen, beide Torhüter stachelten sich an, vereitelten eine klare Torchance nach der anderen. Der TSV ließ dann mehr und mehr an Konsequenz vermissen und verpasste die große Chance den Anschluss herzustellen. In Überzahl wurden die Bälle gleichmehrfach hergeschenkt, so dass auf die Riesenchance den Gegner ins Wanken zu bringen, nur Ernüchterung in Form von 2 Gegentreffern zum 16:21 folgten.

Nach dem in der 53. Minute noch immer ein Rückstand von vier Treffern auf der Anzeigetafel stand, verlor das Team von Robin Ahlers nun endgültig den Faden. Simple Ballverluste luden in der eigentlich ebenbürtigen zweiten Halbzeit wieder zu einfachen Gegentreffern, die die Gäste dank einiger Glanzparaden von Cornelius Grau nicht einmal konsequent nutzten, um den Vorsprung auf 9 Treffer zu erhöhen. Insgesamt stand so eine absolut verdiente Niederlage zu Buche, die durch sieben furchtbare Schlussminuten noch unnötig schmerzhaft wurde. „Wir haben uns von einer offensiven Deckung zeitweise zu stark beeindrucken lassen und die freien Chancen dann auch noch reihenweise vergeben. So kannst du kein Spiel gewinnen. Dass wir in der Schlussphase dann so den Kopf verlieren und uns noch abschießen lassen, tut dann richtig weh.“, ärgert sich Ahlers nach dem Spiel.